Verjährung droht: vzbv sucht Prämienspar-Kund:innen

Sparkassen-Kund:innen mit Prämiensparverträgen können nach der Entscheidung des BGH erhebliche Nachzahlungsansprüche zustehen. Um die Verjährung dieser Ansprüche zu verhindern, prüft der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Erhebung weiterer Musterfeststellungsklagen. Dafür werden Kund:innen der Sparkassen Märkisch-Oderland und Mansfeld-Südharz sowie der Kreissparkasse Stendal gesucht, deren Prämiensparverträge im Jahr 2018 endeten.
Der BGH hat geurteilt, dass die Sparkasse Leipzig die Zinsen nicht einseitig verändern darf. Aufgrund dieses Urteils können auch Kund:innen anderer Sparkassen erhebliche Nachzahlungen verlangen. Häufig geht es dabei um mehrere tausend Euro. Viele Sparkassen haben in den vergangenen Jahren massenhaft Prämiensparverträge gekündigt. Bei Verträgen, die im Jahr 2018 endeten, droht mit Ablauf des Jahres 2021 die Verjährung der Nachzahlungsansprüche.
Der vzbv prüft Musterfeststellungsklagen gegen weitere Sparkassen, um auch deren Kund:innen die Möglichkeit zur unkomplizierten Verjährungshemmung und zur Klärung ihrer Ansprüche zu bieten.
Mindestens 50 Verbraucher:innen müssen sich an der Klage beteiligen. Den Verbraucher:innen entstehen keinerlei Kosten oder sonstige Verpflichtungen. Die Kosten der Musterfeststellungsklage trägt der vzbv. Verbraucher:innen können unter musterfeststellungsklagen.de/praemiensparen ihre Daten und Unterlagen übermitteln.
Gegen einige Sparkassen laufen bereits Musterfeststellungsklagen. Sofern die Klageregister noch geöffnet sind, können Verbraucher:innen durch eine wirksame Anmeldung zum Klageregister die Verjährung hemmen. Das ist aktuell für Kund:innen folgender Sparkassen möglich: Saalesparkasse, Sparkasse Nürnberg, Stadtsparkasse München. Kund:innen der Sparkassen Bautzen und Mittelsachsen können sich zudem bei der Verbraucherzentrale Sachsen melden.